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EBJL: Grazer Trainer und Spieler gesperrt

Erste Bank Juniors League: Nach einem Raufhandel wurden Nikolaus Zierer (vier Spiele) und Matthias Kern (ein Spiel) vom LLZ Steiermark Süd/Graz99es gesperrt. Ihr Trainer Haralds Vasilijevs darf sein Team zwei Spiele nicht betreuen. 

Aus dem Schiedsrichterbericht und dem zur Verfügung stehenden Videomaterial geht hervor, dass der Headcoach der LLZ STMK Süd/Graz 99ers, Haralds Vasilijevs, bei 59:44 seine Spieler nicht von einem Raufhandel zurückhalten konnte.

Aus Sicht des Department of Players Safety haben die Spieler in der betreffenden Situation durch ihr Verhalten dem Ansehen und der Integrität des Sportes geschadet. Die Verantwortung dafür trägt der Headcoach. Die Werte des Eishockeysports werden nicht durch Raufereien, übertriebene Härte oder gar Massenraufereien von mehreren Spielern repräsentiert. Eine Rauferei – die durch die Emotion des Spieles entsteht – zwischen zwei dazu bereiten Spielern ist etwas völlig anderes, als ein Raufhandel während einer Unterbrechung, in den fast alle Spieler verwickelt sind. Die Basis und der Grundgedanke des Eishockeysportes sind nicht unnötige und übertriebene Härte. Solch ein Verhalten schadet dem Sport und kann außerdem zu schweren Verletzungen führen.

Die EBEL, EBYSL und EBJL ziehen die Headcoaches zur Verantwortung für das Verhalten ihrer Spieler. Denn die Headcoaches sind es, die mit den Athleten täglich arbeiten und Einfluß auf deren Verhalten nehmen. Speziell in den Altersklassen U20 und U18 erlaubt das IIHF Regelwerk keine Raufhandel oder übertriebene Härte während Spielunterbrechungen. In allen solchen Fällen – wie auch in dem betreffenden Spiel – sind die Headcoaches ihres jeweiligen Teams zur Verantwortung dafür zu ziehen, dass die Integrität des Eishockeysportes aufrecht erhalten bleibt.

In dem betreffenden Fall zeigt das Videomaterial klar auf, dass die Heimmannschaft zum Zeitpunkt der Unterbrechung während der Rauferei 9 Spieler am Eis hatte. Außerdem kam der Grazer Spieler – der zum Zeitpunkt der Unterbechung nicht am Eis gewesen war –direkt von der Bank aufs Eis, um einen Raufhandel zu provozieren bzw. anzufangen. Bei 16 Sekunden Restspielzeit ist ein solches Verhalten nicht zu akzeptieren und hat absolut nichts im Spiel verloren. Haralds Vasilijevs ist für das Verhalten seiner Spieler am Eis und auf der Bank verantwortlich und ist in dieser Situation seiner Verantortung nicht gerecht geworden.

Gemäß des EBEL Strafenkatalogs, Ref. Nr. 150 – Sportliche Schädigung durch Mitglieder des Trainerteams, wird über Haralds Vasilijevs mit sofortiger Wirkung eine Sperre von 2 EBJL Pflichtspielen ausgesprochen.

Aus dem Schiedsrichterbericht und dem zur Verfügung stehenden Videomaterial geht hervor, dass der Spieler Nikolaus Zierer (#15) der Spielgemeinschaft LLZ STMK Süd/Graz 99ers bei 59:4 während einer Spielunterbrechung von der Spielerbank aufs Eis kam um eine Auseinandersetzung zu beginnen.

Aus der Sicht des DOPS ist klar, dass Nikolaus Zierer zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung nicht am Eis war. Er kam auf das Eis als alle seine Mitspieler noch auf der Eisfläche waren und fuhr direkt auf einen Gegenspieler zu, um mit ihm eine Auseinandersetzung zu starten.

Im vorliegenden Fall zeigt das Videomaterial klar, dass zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung zumindest 9 Grazer Spieler auf dem Eis stehen. Nikolaus Zierer war bis zur Unterbrechung nicht am Eis, sondern kam während der Unterbrechung, um direkt eine Auseinandersetzung zu beginnen. Für das Department of Players Safety steht außer Frage, dass das Verhalten von Nikolaus Zierer (#15) unangebracht ist und in einem Eishockeyspiel nichts zu suchen hat. Es wird seitens des DOPS nicht toleriert, dass Nikolaus Zierer (#15) von der Spielerbank kommend direkt auf einen Gegner zufährt, um eine Auseinandersetzung zu beginnen. Er reißt zunächst einem Gegenspieler – um ihn einzuschüchtern – den Helm herunter und schlägt auf ihn ein und beginnt danach noch eine weitere Rauferei mit einem weiteren Znaimer Spieler, der nicht an der ursprünglichen Situation beteiligt war.

Bei der Urteilsfindung hat das DOPS folgende Punkte mit einfließen lassen:
– Nikolaus Zierer (#15) hat die Spielerbank verlassen, um eine Auseinandersetzung zu beginnen
– Er riss einem Gegenspieler den Helm vom Kopf
– Er begann eine Rauferei mit einem, der nicht bereit und gewillt dafür war

Die Grundlage des Eishockeysportes ist Talent, Können und Geschwindigkeit. Das Verhalten von Nikolaus Zierer (#15) fällt definitiv nicht darunter.

Gemäß des EBEL Strafenkatalogs, Ref. Nr. 132, wird über Nikolaus Zierer mit sofortiger Wirkung eine Sperre von 4 EBJL-Pflichtspielen verhängt. Bis alle 4 Spiele in der EBJL verbüßt worden sind, darf Nikolaus Zierer auch nicht in der EBEL oder EBYSL spielen. Teamkollege Matthias Kern erhielt nach seiner Matchstrafe im selbigen Spiel die Mindeststrafe von einem EBJL-Spiel.

(EBJL)

 

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