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Viveiros und Kopitar im Interview

Der zehnte ServusTV Interview-Podcast “ForeCheck“ der Saison steht ganz im Zeichen der zu Ende gegangenen Länderspiel-Pause sowie der „Euro Ice Hockey Challenge“ in Innsbruck! Mit Manny Viveiros (Head Coach ÖEHV-Nationalteam) und Matjaz Kopitar (Head Coach Team Slowenien) liefern gleich zwei Trainer von Olympia-Teilnehmern ausführliche Status Quo-Analysen ihrer jeweiligen Nationalmannschaft.

ServusTV Eishockey-Experte Marc Brabant lässt ebenfalls die „Euro Ice Hockey Challenge“ Revue passieren und analysiert die Ereignisse in der Erste Bank Eishockey Liga.

Manny Viveiros (Head Coach ÖEHV Nationalteam)

… über  sein Fazit der Euro Ice Hockey Challenge:

„Wir sind nicht zufrieden, dass wir nicht mehr Spiele gewonnen haben. Aber trotzdem haben wir in zwei von drei Partien gut gespielt. Wir hatten die Chance viele Spieler anzuschauen und es war eine Chance für ein Pre-Scouting, um zu sehen wer wirklich ein Kandidat für Sotchi ist. (…) Wir haben ein paar Experimente mit verschiedenen Linien gemacht und das war sehr wichtig für uns.“

… über die Probleme im Überzahlspiel:

„Wir haben ein Konzept bei unserem Powerplay und wenn wir die Spieler vor Olympia haben, müssen wir das in kurzer Zeit trainieren. Wir wissen,  dass es auf diesem Niveau – Olympia oder WM – für eine Mannschaft wie Österreich nicht so einfach ist ein Tor zu schießen. (…) Es ist ganz einfach, wir müssen mehr Scheiben zum Tor bringen, mehr Verkehr vor dem Tor haben. Nicht der erste Schuss auf’s Tor muss drinnen sein, sondern der zweite Schuss.“

… über die Spieler, die sich in Innsbruck am meisten für Olympia empfohlen haben:

„Große Überraschungen waren, dass (die Verteidiger) Dominque Heinrich oder Stefan Ulmer sehr gut für uns gespielt haben. (…) Natürlich aber auch die normalen Kandidaten, die sehr gut für uns gespielt haben. Aber es gab ein paar Überraschungen und das macht unsere Entscheidung (für Olympia) schwieriger.“

… über seinen Eindruck von Brian Leblers Nationalteam-Debüt:

„Sehr gut. Er hat leider nur ein Drittel gespielt, aber was er uns bringt: Er ist unheimlich torgefährlich und körperlich ist es hart gegen ihn zu spielen. Vor dem Tor ist er für den Gegner nicht einfach.“

… darüber, ob es Fixkandidaten für Olympia gibt:

„Wenn die NHL-Spieler Lust haben bei Olympia zu spielen, dann sind sie automatisch in unserer Mannschaft. (…) Für mich sind das drei Positionen – wenn alle gesund sind – wo es einen Fixplatz in der Mannschaft gibt. (…) Wir schauen aber (bei allen Anderen, Anm.) nicht auf die meisten Punkte oder das größte Talent, sondern wer die richtige ‚Chemistry‘ in unsere Mannschaft bringt.“

… über die Leistungen der österreichischen Torhüter bei der „Euro Ice Hockey Challenge“:

„Es war das erste Mal, dass ich Mathias Lange im Nationalteam gesehen habe und ich war positiv überrascht, denn er war sehr gut. Bernhard Starkbaum gegen Slowenien war wirklich gut, aber auch René Swette gegen Weissrussland. (…) Mein Eindruck nach diesen Spielen ist, dass alle drei sehr gut gespielt haben.“

… über Bernhard Starkbaums vereinslose Zeit und wie er ihm vielleicht helfen kann:

„Ich bin voller Vertrauen, dass Bernhard Starkbaum in den nächsten Wochen einen Verein findet. Ich glaube schon, dass ich mithelfen kann, dass er eine Mannschaft – zum Beispiel – in Nordamerika findet. Aber das ist natürlich mehr eine Frage für Bernhard Starkbaum und seinen Agenten.“

… ob es mit Andreas Nödl Gespräche über eine Forstetzung der Zusammenarbeit beim KAC gegeben hat:

„Das war schon vorher (klar). Wir konnten ihm nicht länger als zwei Wochen einen Vertrag geben, weil wir wussten, dass nach der Nationalmannschaftspause wieder 3 oder 4 Stürmer fit sein werden.“

… darüber, was passiert, wenn einer dieser drei Spieler (Starkbaum, Nödl, Lakos) bis Mitte Jänner keinen Verein haben sollte und ob Olympia für sie dann gelaufen wäre:

„Wir können nicht erwarten, dass wenn diese Spieler keinen Verein oder Spielpraxis haben, dass sie gegen Sidney Crosby oder Team Finnland spielen. Sie sind dann nicht bereit dafür und gefährlich ist es auch. Diese Spieler müssen einen Verein haben. (…) Ich bin aber immer positiv und denke, dass alle einen Verein finden werden. „

 

… über die Vorbereitung auf die Olympia-Gruppengegner Kanada, Finnland & Norwegen:

„In Kanada diskutieren sie seit Juli, wer ein Kandidat für Olympia ist. Wir haben ein Idee, wie Kanada, Finnland und Norwegen spielen werden, aber welche Mannschaft Kanada oder Finnland haben wissen wir erst im Jänner. Von Stil und der Taktik haben wir aber eine Ahnung, wie sie vielleicht spielen. (…) Wir konzentrieren uns auf unser Spiel und unsere Taktik.“

 

… über seine Aussage, dass er nach Sotchi fährt um eine Medaille zu gewinnen:

„Viele Leute haben gesagt ‚Manny ist einfach verrückt‘, aber wenn man nach Sotchi fährt, wenn man zu Olympia fährt, wenn man mit dem Gefühl hingeht keine Chancen auf Siege zu haben, warum fährt man dann hin? Es gibt eine Chance und warum nicht? Und wir wollen, dass unsere Spieler auch dieses Ziel haben. (…) Wir wollen nicht nur mitspielen, für das Programm und die Verbesserung der Zukunft müssen wir an solche Ziele glauben. In Deutschland hat uns niemand eine Chance gegeben die Olympia-Quali zu schaffen und trotzdem sind wir mit dabei. Also warum nicht?“

 

… über den Nominierungsprozess für Olympia:

„Wir haben bereits eine ‚rough list‘ von der wir denken, dass das unsere Mannschaft sein könnte. (…) Über die nächsten eineinhalb Monate werden wir noch sehr schwierige Entscheidungen haben, aber das ist auch positiv.“

 

 

Matjaz Kopitar (Head Coach Team Slowenien)

 

… über sein Fazit der „Euro Ice Hockey Challenge“:

„We cannot be completely satisfied, but we had a really good first game. In the 2nd game (against Austria; editor’s note) we were a little bit unlucky, we had a lot of shots but couldn’t score. The reasons are that the guys were nervous. Some guys do not play a lot on their teams so we need to work a lot on psychology.“

 

… über die Dichte seiner Mannschaft:

„I think we don’t have a lot of players who can actually fight for a spot on the Olympics. But the guys on my team, I think, they are really good.“

 

… über die Rangordnung im slowenischen Tor:

„I think Robert (Kristan) is our number 1 and Luka (Gracnar) is coming. I think first of all we take these two guys. (…) Robert is number 1 and Luka is number 2 and we’re gonna share the minutes between these two guys.“ 

 

… über seinen Sohn & NHL-Superstar Anze Kopitar:

„He’s going to be for sure in our top two lines. He’s going to have a lot, a lot, a lot of ice time and I think and I hope with his experience and his hockey sense he’s going to help out all our guys to come to the level where we can be competitive with these top teams.“

 

… über seinen Sohn Gasper, der aktuell keinen Verein hat und weitere Probleme:

„It’s not easy, because David (Rodman) was without a team or our captain Tomaz Razingar is still without a team. Some other guys are not playing enough with their clubs so they’re not happy too. We have quite a bit of problems, but I’ll always look forward.“

 

… über Veränderungen in Slowenien, die durch die erstmalige Olympia-Quali des Eishockey-Teams ausgelöst worden sind:

„I’m not sure. (…) I’m not really happy with the situation like the club situation in our country because the economy is not really good, the teams are not in good shape.  I can’t say that they have taken advantage of the situation.“

 

… über seine Zukunft bei Team Slowenien:

„I have a contract ‚til the end of 2015. I was really disappointed this spring, after Stockholm, but after a few talks some guys mentioned that it’d be a pity if I stepped down so that’s the reason why I continue with the team. I believe that we can do something bigger than we already did with this Olympic games. I’m a 100% sure that we can step up together to pool A and stay there longer than one year.“ 

 

(Quelle: ServusTV Interview-Podcast “ForeCheck“ #10:)

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