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EBEL

7:0-Heimsieg der Bullen über den EC-KAC

Zum ewig jungen Duell der Erste Bank Eishockey Liga mit dem EC-KAC kam der EC Red Bull Salzburg mit dem stärksten Kader der laufenden Saison aufs Eis. Der Kanadier Evan Brophey hat sich nach sechswöchiger Verletzungspause zurückgemeldet, damit fehlten heute nur Matthias Trattnig und Fabio Hofer sowie Patrick Obrist, der morgen früh mit dem Farmteam zur nächsten MHL-Auswärtsreise nach Russland auf-bricht.

Die Red Bulls marschierten sofort in Richtung gegnerisches Tor und begannen mit einer Schuss-Orgie. Klagenfurts Rückhalt René Swette hatte damit zunächst keine Probleme. In der vierten Minute wurden die Gäste erstmals gefährlich, auch Salzburgs Goalie Luka Gracnar war aufmerksam. Dann wurde es hektisch, eben eine typische Begegnung Red Bulls vs. KAC. Eine Strafe folgte der anderen, in den Zweikämpfen wurde nicht zimperlich vorgegangen. In der siebenten Minute aber nutzten die Red Bulls gleich ihr erstes Überzahlspiel, Andreas Kristler fixierte nach Direktabnahme eines genialen Zuspiels von Konstantin Komarek die Führung. Der KAC war danach besonders in Überzahl brandgefährlich und lieferte den Salzburgern ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel. In der 18. Minute traf Andreas Kristler plötzlich ein zweites Mal. Die Scheibe sprang bei seinem Hammer-Distanzschuss sofort wieder aus dem Tor heraus, so dass der Referee erst den Videobeweis bemühen musste. Nach einem spannenden ersten Drittel gingen die Teams mit der 2:0-Führung der Red Bulls in die Kabine.

Im zweiten Abschnitt sollte es noch besser kommen. In der 23. Minute vereitelte zunächst Luka Gracnar ein, zwei Möglichkeiten der Gäste, die, lässt man sie einmal vors Tor, immer unberechenbar sind. Doch die Red Bulls fingen sich schnell, kontrollierten danach weitgehend das Geschehen – und legten noch drei Tore drauf! Evan Brophey fixierte bei seinem Comeback das 3:0, nachdem er von Matt Keith schön in Szene gesetzt wurde. Nicht einmal eine Minute später jubelte David Meckler, der aus spitzem Winkel traf und Klagenfurts Goalie auf dem falschen Fuß erwischte. Thomas Raffl schließlich traf in der 38. Minute nach einem Rebound aus kurzer Distanz zum 5:0-Pausenstand. Der KAC war damit natürlich schwer angeschlagen, setzte trotzdem immer wieder Spitzen in der Offensive, von denen sich Salzburgs Goalie Luka Gracnar, der einen sehr sicheren Eindruck machte, aber nicht überraschen ließ.

Das Schlussdrittel spielte sich dann fast nur noch in der Klagenfurter Verteidigungszone ab. Die Red Bulls spielten mit der Führung im Rücken unbeschwert auf und wollten jetzt teilweise fast zu schön spielen. Aber zweimal noch musste René Swette hinter sich greifen, beide Male trafen Matt Keith und Florian Mühlstein mit sehenswerten und wuchtigen Schüssen von der blauen Linie. Am Ende feierten die Salzburger einen deutlichen 7:0-Sieg mit neuerlichem Shutout von Luka Gracnar gegen den österreichischen Rekordmeister, der heute allerdings arg ersatzgeschwächt antreten musste.

Doppeltorschütze Andreas Kristler freute sich natürlich riesig mit seiner Mannschaft, blieb aber am Boden der Tatsachen: „Der KAC hat trotz vieler verletzter Spieler bis zum Schluss gekämpft. Letztlich war es aber trotzdem ein deutlicher Sieg. Endlich haben wir unser System gefunden bzw. können es umsetzen, dazu haben wir gerade einen super Lauf. Siege geben einfach Kraft und Selbstvertrauen. Jetzt müssen wir diesen Weg weitergehen und weiter hart arbeiten. Schon am Sonntag geht es in Klagenfurt weiter, und der KAC wird angefressen sein, das wird der nächste Gradmesser.“

Super Stimmung herrschte auch bei den Zuschauern in der Salzburger Eisarena. Zweieinhalb Tausend Fans unterstützten und feierten ihre Mannschaft teilweise mit standing ovations und wurden dafür mit einem unglaublichen Spiel belohnt.

 

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA

EC Red Bull Salzburg – EC-KAC 7:0 (2:0, 3:0, 2:0)

Tore: Kristler (7./PP, 18.), Brophey (30.), Meckler (31.), Raffl (38.), Keith (51.), Mühlstein (58.)

 

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