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EBEL

Black Wings wollen Heimvorteil nützen

Brian Lebler, Sebastien Piche, und Rafael Rotter © EHC Liwest Black Wings Linz/Eisenbauer Brian Lebler, Sebastien Piche, und Rafael Rotter © EHC Liwest Black Wings Linz/Eisenbauer

Der EHC LIWEST Black Wings Linz empfängt am Sonntag zum Auftakt der Best-of-seven-Halbfinalserie die UPC Vienna Capitals. Die Wiener versuchen erstmals eine Play-off-Serie gegen Linz zu gewinnen. Die Oberösterreicher gewannen die letzten fünf Saisonduelle mit Wien und sind sehr heimstark.

Erst seit wenigen Stunden steht der EHC LIWEST Black Wings Linz als vierter und letzter Halbfinalist fest. Die Oberösterreicher setzten sich am Freitag im siebten und entscheidenden Play-off-Viertelfinale daheim gegen Meister HCB Südtirol mit 4:3 durch. Zum Feiern bleibt Philipp Lukas und Co. keine Zeit, denn bereits am Sonntag startet die Erste Bank Eishockey Liga ins Halbfinale. Im Kampf um den Finaleinzug trifft die Truppe von Rob Daum nun auf die UPC Vienna Capitals, die sich bereits am Dienstag daheim gegen Fehervar AV19 in der Overtime mit 2:1 durchsetzen und damit ihre Viertelfinalserie mit 4:2 für sich entschieden. Drei Mal standen sich die zwei Mannschaften in den Play-offs bisher gegenüber – alle drei Male verließen die Linzer am Ende als Sieger das Eis.

Der große Held in Linz war am Freitag Back-up Thomas Dechel. Der 22-Jährige kam in Minute 4 beim Stand von 1:2 für Goalie Mike Ouzas, der verletzt ausschied, ins Spiel. Ganz unerwartet kam für den gebürtigen Wiener der Einsatz allerdings nicht: „Da sich Mike Ouzas bereits beim Aufwärmen weh getan hat, bereitete ich mich auf das Match, wie für einen Einsatz vor. Ich bin dann auch tatsächlich bereits in der vierten Minute ins Spiel gekommen. Für mich war es daher, wie bei einem Matchstart.“  Es war auch nicht das erste Mal, dass Dechel sein Talent aufblitzen hat lassen. Bei seinem Debüt für die Black Wings am 03. Oktober 2014 gegen den HDD Telemach Olimpija Ljubljana feierte der 22-Jährige gleich ein Shut-out! Groß geworden beim WE-V, wechselte er 2009 zu den UPC Vienna Capitals. Am 04.03.2012 gab er als 19-Jähriger im Caps-Dress im entscheidenden siebten Spiel des Play-Off-Viertelfinales gegen seinen heutigen Arbeitgeber beim Stand von 0:5 sein Debüt in der Erste Bank Eishockey Liga. Nun steht der gebürtige Wiener mit den Black Wings im Semifinale seinem Heimatklub gegenüber. Die kurze Pause sieht der Youngster als kein Problem, immerhin ist es für die Linzer bereits das 18 Spiel in 40 Tagen. Die Caps hatten seit Dienstag frei. „Letztes Jahr hatten wir vorm Duell mit Salzburg eine Woche Pause und kamen dann nicht mehr in Tritt. Für uns ist es daher sicher kein Nachteil, jetzt gleich wieder ran zu müssen. Es zählen, wie gegen jede andere Mannschaft auch, nur vier Siege und die wollen wir jetzt schnellst möglich erreichen.“, so Thomas Dechel. Die Torhüter-Entscheidung fällt allerdings erst am Spieltag. „Wir werden jedenfalls bereit sein!“, verspricht der Youngster, der sich bereits auf das Play-off-Duell mit den UPC Vienna Capitals und das Wiedersehen mit vielen Freunden und der Familie freut.

Gegen den HCB Südtirol brachte der Heimvorteil den Ausschlag zugunsten des EHC LIWEST Black Wings Linz. Auch gegen die UPC Vienna Capitals setzen die Black Wings auf den Heimvorteil und die Unterstützung ihrer Fans. Die Oberösterreicher gewannen in dieser Saison bislang 25 von 31 Heimspielen, zuletzt verließen die Stahlstädter sechs Mal in Folge als Sieger die KeineSorgen Eisarena. In Spiel 7 überzeugte man auch über 60 Minuten. „Das war klassisches Play-off-Eishockey! So wollen wir nun auch gegen Wien weiter spielen“, sagte Stürmer Patrick Spannring, der einmal mehr vollsten Einsatz zeigte. Auch gegen Wien haben die Linzer eine tolle Bilanz zu verteidigen: Die letzten fünf Aufeinandertreffen konnten Philipp Lukas und Co. allesamt für sich entscheiden. Das letzte Duell der zwei Vereine gab es zum Abschluss der Zwischenrunde am 03. März 2015 in Linz, damals siegten die Black Wings mit Thomas Dechel im Tor 6:2.

Auch die UPC Vienna Capitals haben sich unter Neo-Headcoach Jim Boni wieder zu einem echten Titelkandidaten gemausert. Nachdem die Wiener in ihrem Viertelfinalduell mit Fehervar AV19 bereits mit 0:2-Siegen zurücklagen, gewann man zuletzt vier Mal in Folge und stieg mit 4:2-Siegen auf. An Linz haben die Caps keine guten Erinnerung, einerseits verlor man die letzten fünf Saisonduelle und andererseits konnten die Bundeshauptstädter in der Stahlstadt seit dem 30. Jänner 2014 kein Spiel mehr gewinnen. Boni sieht die Black Wings in der Favoritenrolle, warnt die Linzer jedoch auch vor seinem Team: „Ich glaube jeder weiß wie Linz spielt. Sie sind klarer Favorit in der Serie. Ihre große Stärke ist die Offensive. Wir müssen eine sehr konzentrierte Defensivarbeit verrichten. Die Black Wings dürfen nicht auf die bisherigen Saisonduelle vertrauen. Wir sind eine ganz andere Mannschaft geworden und haben nach vier Playoff-Siegen auch das nötige Selbstvertrauen. Wir sind eine Mannschaft mit guter Physis. Das haben wir schon gegen Fehervar AV19 gezeigt, das kann auch ein Vorteil in der Linzer Zone sein!“, so der Italo-Kanadier, der am Freitag mit Co-Trainer Philippe Hosky und Manager Franz Kalla in Linz spionierte. Die Wiener versuchen erstmals eine Play-off-Serie gegen Linz zu gewinnen, bisher hatte man drei Mal das schlechtere Ende für sich.

1. Halbfinale (best of seven)
Sonntag, 22. März 2015 (17:30 Uhr)
EHC LIWEST Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals
Schiedsrichter: M. NIKOLIC, WARSCHAW, Kaspar, Nothegger

Quelle: EBEL – Administrator: Rudolf Beranek

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