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EBEL

Bozen siegt in Salzburg

HC Bozen vs EC Red Bull Salzburg. Image shows Joe Motzko (EC RBS) and Marco Insam (Bozen). Photo: GEPA pictures/ Amir Beganovic HC Bozen vs EC Red Bull Salzburg. Image shows Joe Motzko (EC RBS) and Marco Insam (Bozen). Photo: GEPA pictures/ Amir Beganovic

Beim ersten Heimspiel des EC Red Bull Salzburg in der Pick Round der Erste Bank Eishockey Liga gegen den HCB Südtirol sahen die Zuschauer in der Salzburger Eisarena einen flotten Beginn beider Mannschaften. Aber schon nach wenigen Minuten verlegten die Hausherren mit Rückkehrer David Meckler, aber weiterhin ohne Daniel Welser und Joe Motzko, das Spiel mehr und mehr in die Angriffszone. Die Südtiroler machten hinten dicht und warteten auf Kontermöglichkeiten und das machte es den Salzburgern schwer, wirklich gute Chancen herauszuspielen. Sie kreisten zumeist um die gegnerische Abwehr und schossen aus allen möglichen Positionen, doch spätestens bei Torhüter Jaroslav Hübl war Schluss. Auch Salzburgs Rückhalt Luka Gracnar musste ein paar gute Möglichkeiten der Gäste entschärfen, wirkte dabei aber souverän. Gemessen an Spielanteilen waren die Red Bulls nach dem ersten Drittel klar im Vorteil, lediglich die Tore ließen auf sich warten.

Im zweiten Abschnitt konnten die Red Bulls in der 24. Minute endlich über den ersten Treffer jubeln, Evan Brophey traf aus Halbdistanz zur hochverdienten Führung. Danach aber taten die Gäste mehr fürs Spiel als noch im ersten Abschnitt und glichen die Partie Großteils aus. Die Red Bulls zeigten immer wieder druckvolle Phasen ohne die rechte Idee zum Tor zu finden. In der 26. Minute warf sich Brian Fahey in den Schuss von Joseph Charlebois, der nach einem Salzburger Verteidigungsfehler in aller Ruhe abziehen konnte. In der 36. Minute hatte Südtirols Markus Gander den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte nach einem Konter in Unterzahl aber an Luka Gracnar. In der 38. Minute fiel dann aber doch der Ausgleich, im Powerplay verwertete Macgregor Sharp einen Abpraller aus kurzer Distanz. Aber nur eineinhalb Minuten später holte Andreas Nödl die Führung wieder zurück, auch er staubte nach einem Milam-Schuss von der blauen Linie im Powerplay trocken ab. Die Red Bulls führten mit 2:1 nach 40 Minuten, waren jetzt aber nicht mehr so dominant wie in den ersten 20 Minuten.

Das Schlussdrittel gehörte dann wieder den Red Bulls, zumindest bis zur 59. Minute. Sie drückten wieder mehr, ließen die Gäste kaum aus der eigenen Verteidigungszone heraus. Echte Chancen blieben trotzdem rar, wenngleich von den Salzburgern permanent Gefahr ausging. Da halfen leider auch sehenswerte Einzelaktionen nicht, wie etwa das lange Solo von David Meckler in Unterzahl, bei dem er sich unter Bedrängnis bis zum Tor durchtanken konnte, dort aber keine gute Schussposition vorfand. Auch in den Schlussminuten spielten die Salzburger nach vorn, wollten den in Reichweite scheinenden Zweipunkter unbedingt absichern. Doch es kam anders. In der 59. Minute verließ Südtirols Torhüter das Eis, und zu sechst fixierten die Gäste 1:16min vor der Schlusssirene den Ausgleich. Die Verlängerung war dann ein Abbild der 60 Minuten davor; die Red Bulls machten das Spiel, Bozen fiel vielleicht mit 3, 4 Kontern auf. Aber wieder sollte die Scheibe nicht reingehen, und im abschließenden Penalty-Schießen hatten die Südtiroler diesmal den längeren Atem.

Salzburgs Kapitän Thomas Raffl war natürlich enttäuscht: “Es war insgesamt ein gutes Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Wir haben aber zu wenig getan, um den Sieg nach Hause zu bringen, im nächsten Spiel müssen wir unbedingt unser Angriffsspiel forcieren, wenn wir gewinnen wollen. Dass wir mit einem blöden Fehler am Schluss die Partie noch weggeben, kann passieren, das müssen wir schnell wegstecken.“

Am kommenden Sonntag geht es für die Red Bulls in der Zwischenrunde mit dem ersten Auswärtsspiel in Villach weiter. Der VSV hatte den Grunddurchgang auf dem sechsten Platz beendet und unterlag heute zum Auftakt der Pick Round in Wien mit 2:4. Thomas Raffl warnt aber schon jetzt vor dem Spiel bei seinem Ex-Club: „In Villach vor ausverkauftem Haus zu spielen wird sehr schwer, da müssen wir in jeder Phase des Spiels höllisch aufpassen.“ Im direkten Duell beider Teams steht es nach vier Spielen im gerade abgeschlossenen Grunddurchgang 2:2 nach Siegen.

Erste Bank Eishockey Liga, erste Zwischenrunde

Endstände:

Platzierungsrunde

Salzburg – Südtirol 2:3 n.P.

(0:0 2:1 0:1 / 0:0 / 0:1)

Vienna Capitals – VSV 4:2

(2:1 0:1 2:0)

Linz – Znojmo 1:6

(0:1 1:3 0:2)

Qualifikationsrunde

Graz – Fehervar 2:4

(1:1 0:1 1:2)

Dornbirn – Innsbruck 4:1

(2:0 1:0 1:1)

KAC – Ljubljana 5:2

(2:0 2:0 1:2)

Tabelle Platzierungsrunde:
1. UPC Vienna Capitals 1 1 0* 0 4:2 6
2. HCB Südtirol 1 1 0* 0 3:2 3
3. Red Bull Salzburg 1 0 1* 0 2:3 3
4. Liwest Black Wings Linz 1 0 0* 1 1:6 3
5. Orli Znojmo 1 1 0* 0 6:1 2
6. EC Villacher SV 1 0 0* 1 2:4 0

* Niederlage in Verlängerung/Penaltyschießen (ein Punkt)

Bonuspunkte: Vienna 4, Linz 3, Salzburg 2, Südtirol 1

Tabelle Qualifikationsrunde:
1. KAC 1 1 0* 0 5:2 6
2. EC Dornbirn 1 1 0* 0 4:1 5
3. Fehervar 1 1 0* 0 4:2 3
4. Moser Medical Graz 99ers 1 0 0* 1 2:4 2
5. TWK Innsbruck Haie 1 0 0* 1 1:4 0
6. Olimpija Ljubljana 1 0 0* 1 2:5 0

* Niederlage nach Verlängerung/Penaltyschießen (ein Punkt)

Bonuspunkte: KAC 4, Dornbirn 3, Graz 2, Fehervar 1

 

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