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EBEL

Dornbirns Manager im Interview

Manager Alexander Kutzer und Head Coach Dave MacQueen (Foto: ©DEC/cdmediateam) Manager Alexander Kutzer und Head Coach Dave MacQueen (Foto: ©DEC/cdmediateam)

Alexander Kutzer, Manager vom Dornbirner Eishockey Club, stellt sich den Fragen rund um die aktuelle Saison der Erste Bank Eishockey Liga. 

Im Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga sind 33 der 68 Spieltage absolviert – also quasi Halbzeit. Wie sieht Ihr bisheriges Fazit aus?

Wir haben uns sportlich sicher weiterentwickeln können. Die anderen Mannschaften sind jedoch auch nicht stehen geblieben und so ist dieser Schritt nicht so groß ausgefallen, wie wir uns dies gewünscht hätten. Trotzdem sind wir näher an die Topteams gerückt und ich bin überzeugt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Dornbirn liegt vor Innsbruck und Laibach auf dem 10. Tabellenplatz. Zeigt diese Rangierung die tatsächliche Stärke der Mannschaft?

Das würde ich nicht sagen. Die ganze Liga hat sich weiterentwickelt und ist näher zusammengerückt. Dies ist vor allem auch an den knappen Punkteabständen erkennbar. Mit ein, zwei Siegen bist du plötzlich in den Top sechs und umgekehrt findest du dich halt auf Rang 10 wieder.

Im Vergleich zu Vorsaison, wo haben die Bulldogs Fortschritte gemacht?

Die größten Fortschritte sind in der Betreuung der Mannschaft ersichtlich. In die Infrastruktur für die Regeneration der Spieler wurde z.B. einiges investiert, was sich hoffentlich in der Fitness Ende Saison auswirken wird. Ausserdem haben wir auch organisatorisch gelernt und uns weiterentwickelt.

Der DEC (im Bild Graham Mink) gegen Vizemeister Wien (im Bild Kevin Puschnik) (Foto: ©DEC/GEPA pictures.)

Der DEC (im Bild Graham Mink) gegen Vizemeister Wien (im Bild Kevin Puschnik) (Foto: ©DEC/GEPA pictures.)

Wo muss die Organisation des DEC in Zukunft sportlich und im Managementbereich noch stärker werden?

Im sportlichen Bereich haben wir im Vergleich mit den Topteams vor allem in der Infrastruktur aber auch in der personellen Betreuung des Teams noch einiges aufzuholen. Für die Fans wollen wir noch moderner werden. Da denke ich vor allem an die Kommunikation nach aussen, d.h. Informationskanäle zu nutzen, welche die Fans mit Hintergrundinformationen versorgen können.

Was zeichnet das Team speziell aus?

Wir sind sicherlich ein kampfstarkes, hart arbeitendes und nicht aufgebendes Team. Die Spieler wissen was sie können und was sie nicht können. Die Mannschaft will sicherlich jedes Spiel gewinnen. Trotzdem kann man nicht gegen alle Gegner blindlings mit fünf Mann nach vorne stürmen und ins Verderben rennen. Das funktioniert in dieser professionellen Liga nicht. Ich erhoffe mir ausserdem, dass wir Ende Saison den einen oder anderen Spieler mehr behalten können und auf die neue Spielzeit hin den Kader nur punktuell ergänzen müssen.

Der Zuschauerschnitt von 2’383 Besuchern bei den 11 ausgetragenen Heimspielen konnte im Vergleichszeitraum des Vorjahres (gegenüber dem Abwärtstrend in der Liga) ganz knapp gesteigert werden. Sind Sie mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden?

Ich bin nicht nur mit dem Zuschauerschnitt zufrieden. Vor allem freut mich die Art und Qualität der Zuseher, die zu uns kommen, sehr. Es gab bisher keinerlei Ausschreitungen oder Sachbeschädigungen zu beklagen. Die Zuseher sehen einfach, wie hart wir arbeiten und honorieren dies mit ihrem Kommen.

Was dürfen die Besucher im weiteren Saisonverlauf noch von den Bulldogs erwarten?

Wir hoffen über hartes Training aus jedem Spieler das Maximum herausholen zu können. Mit dem harten und konzentrierten Eishockey, das wir zuletzt geboten haben, versuchen wir die Tür für die Playoffs offen zu halten. Wir werden auf jeden Fall bis zum letzten Spiel darum kämpfen, um mit dem Erreichen der Playoffs den Fans ein Zusatzgeschenk machen zu können.

Gibt es Pläne den Kader zu ergänzen?

Man weiss natürlich nie, ob sich der eine oder andere Schlüsselspieler verletzt, oder ob sich andere Probleme auftun. Grundsätzlich bleiben wir unserem Motto treu, die Strukturen zu verbessern und die gegebenen finanziellen Mittel so einzusetzen, dass diese nachhaltige Auswirkungen haben und nicht über unsere Möglichkeiten hinausgehen. Evtl. Aktionen müssen daher ganz genau überlegt sein.

Gab es auch Dinge, welche letztes Jahr besser waren?

Dies betrifft vor allem den Spielplan, welcher auf Grund der Olympiapause sehr eng geschnürt ist und schon sehr grenzwertig ist. Das kräftezehrende Programm hat einerseits Auswirkungen auf die Gesundheit der Spieler. Andererseits zeigt dies auch Auswirkungen auf die Organisation, in der wir sehr stark auf die ehrenamtlichen Helfer angewiesen sind. Bei zum Teil bis zu drei Heimspielen in einer Woche ist dies nicht so einfach zu stemmen. Aber dafür, dass wir mit dem Nationalteam an den olympischen Spielen teilnehmen können, nehmen wir dies gerne in Kauf.

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