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EBEL

Ein Brüderpaar brilliert in Bozen

Foto: Wilhelm Valentin

Acht Geschwisterpaare spielen heuer in der Erste Bank Eishockey Liga.  Mit John Esposito und Angelo Esposito geigen auch zwei Brüder in Bozen. Die beiden Italo-Kanadier bilden bei Liga-Neuling HCB Südtirol sogar gemeinsam mit Anton Bernard die dritte Sturmlinie. „Es ist das erste Mal, dass wir zusammen in einem Team spielen“, berichtete uns John Esposito.

Der 22-jährige Center kam im Sommer direkt von der Cornell University, mit der er 2009/10 auch die NCAA-Meisterschaft gewann, nach Bozen und hat beim Tabellendritten voll eingeschlagen: In 19 Liga-Einsätzen scorte John Esposito schon 14 Punkte (vier Tore und 10 Assists; Plus-Minus: +4). „Wir zeigten bisher eine gute Teamleistung. Auch für mich läuft es gut: Der Trainer ließ mich auch schon Powerplay spielen. Ich glaube, ich kann sogar noch effizienter sein“, so der 22-Jährige. Zuletzt beim 2:1-Heimsieg über (Rekord-)Meister EC-KAC scorte der Center sogar den Game Winner. Es war überhaupt das Spiel der Espositos: Bruder Angelo, der erst später zum Team gestoßen war, bereitete den Siegtreffer mustergütig vor und erzielte damit im achten Liga-Einsatz seinen ersten Punkt für die Füchse. „Der Sieg war wichtig, um vorne dabei zu bleiben“, weiß John Esposito.

Geboren wurden die beiden Stürmer in Montreal. In der Jugend verfolgten die Beiden die Spiele der Montreal Canadians. Mit einer NHL-Karriere hat es für die zwei Espositos bisher nicht geklappt. Angelo Esposito, der 2007 in der ersten Runde als 20er von den Pittsburgh Penguins gedraftet wurde, spielte aber für die Chicago Wolves und Texas Stars 124 Mal in der AHL.  „In Kanada wird man als Bub fast schon als Eishockeyspieler geboren und wächst man dem Eishockeysport auf“, weiß John Esposito, der dem Ruf seines Bruders nach Europa zu wechseln folgte. Angelo Esposito spielte schon 2012/13 für die Pelicans (FIN) und Milano Rossoblu (ITA) in Europa.

In Bozen haben sich die Espositos gut eingelebt. In den ersten 3 Wochen lebten alle Neuankömmlinge gemeinsam in einem Wohnkomplex und wurden so zu einer eingeschworenen Gemeinschaft. Mittlerweile haben  die Spieler ihre eigene Unterkunft bezogen, John teilt sich seine Wohnung mit Bruder Angelo. „Zu Beginn war es schon eine ziemliche Umstellung, aber nun ist alles perfekt. Mir gefällt es sehr gut hier. Die Stadt ist schön und sportlich sind wir gut unterwegs“, so der 22-jährige Italo-Kanadier.

99ers mit weißer Weste gegen Bozen

Die Moser Medical Graz99ers empfangen am Donnerstag (19:15 Uhr) den HCB Südtirol.  Die Steirer gewannen bisher beide Saisonduelle.

Der Movember neigt sich dem Ende zu. Für einen guten Zweck lassen sich im November auch zahlreiche Eishockey-Cracks einen Schnauzer wachsen. Die Moser Medical Graz99ers setzen in diesem Monat ebenfalls ein Zeichen für die Männergesundheit und unterstützen die weltweite Charity-Aktion. Zum großen Finale laden die 99ers am Freitag, von 18:00 bis 20:00 Uhr zur Moser Medical Movember Eisdisco in die Eishalle Liebenau. Zuvor steht aber am Donnerstag noch das Heimspiel gegen den HCB Südtirol an.

Am Dienstag lieferten die 99ers in Wien eine unbelohnte Aufholjagd ab: Nach einem 0:3-Rückstand kämpften sich die Murstädter im letzten Drittel mit drei Treffern in sechs Minuten nochmals zurück. Im Finish kassierte man aber in Unterzahl noch den vierten Treffer. „Wir sind richtig schlecht ins Spiel gestartet, lagen rasch 0:2 zurück. Das ist unser Problem heuer. Wir haben auch dumme Strafen genommen“, so Zintis Nauris Zusevics, der am Dienstag in der 48. Minute die unbelohnte Aufholjagd einleitete. Begonnen hat der Youngster an der Seite von Neuzugang Roland Kaspitz und Torjäger Olivier Latendresse. „Das hat aber nicht so gut funktioniert, daher hat der Trainer nach 20 Minuten umgestellt“, berichtete der Lette.

Mit wem der 19-Jährige am Donnerstag daheim gegen den HCB Südtirol stürmen wird, konnte der Lette noch nicht sagen, trainiert hat er heute auf jeden Fall mit Ryan Kinasewich und Greg Day. „Bozen ist gut drauf. Wir müssen gegen die Südtiroler von der ersten Sekunde an bereit sein, denn wir haben heuer schon zu oft einen schlechten Start hingelegt, und  uns ans System halten – in der Defensive gut stehen, ruhig spielen und die Chancen, die wir bekommen nützen“, weiß Zintis Nauris Zusevics, der das Vertrauen von Headcoach Petri Matikainen genießt: „Ich bekomme viel Eiszeit vom neuen Trainer und gebe alles für den Erfolg des Teams. Wir wollen am Donnertag gegen Bozen zwei Punkte holen!“ – Es wäre Heimsieg Nummer 10 in dieser Saison, bisher holten Greg Day und Co. neun Siege (19 Punkte) aus ihren zwölf Heimspielen. Beide Duelle gegen den HCB wurden bisher gewonnen. Andreas Wiedergut gab gegen Wien ein gutes Comeback mit einem Tor, auch Alexandre Picard ist morgen nach seiner Sperre zurück. Einziger Ausfall: Stürmer Francis Lemieux.

Donnerstag, 28. November 2013 (19:15 Uhr)
Moser Medical Graz99ers – HCB Südtirol (154)
Schiedsrichter: TRILAR, WARSCHAW, Hofstätter, Widmann
Bisheriges Saisonduelle:
27.09.2013: Moser Medical Graz99ers – HCB Südtirol 5:2 (1:2,3:0,1:0)
29.09.2013: HCB Südtirol – Moser Medical Graz99ers 2:3 n. V. (1:0,0:0,1:2,0:1)

(EBEL

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