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EBEL

ForeCheck-Podcast mit Kalt und Egger

In Ausgabe Nummer 14 des ForeCheck-Podcasts erzählt Dieter Kalt über die bevorstehende WM mit seinem U20 Team sowie die Lage der Nation in Eishockey-Klagenfurt. HCB Südtirol Kapitän Alexander Egger erzählt von seinen Eishockeyanfängen und berichtet vom Status Quo in Bozen. Und ServusTV Eishockey Experte Sascha Tomanek nimmt das aktuelle Ligageschehen unter die Lupe, blickt auf die bevorstehenden Open Air Spiele in Budapest und erzählt – wie gewohnt – die eine oder andere nette Anekdote.

 

ForeCheck Episode #14 , ausgewählte Zitate

Dieter Kalt (Co-Trainer KAC & Headcoach U20 Nationalteam)

… über die Erwartungen mit denen das Team zur U20 WM reist:

„Mit den Erwartungen ist es in dieser Altersgruppe ein bisschen schwierig. Die Leistungen sind meistens nicht sehr konstant, schwanken sehr stark von ausgezeichnet bis verbesserungswürdig. Wichtig ist in so einer Turnierform – 5 Spiele in 7 Tagen – ein guter Start, eine gute Stimmung in der Mannschaft und die Schlüsselspieler dürfen natürlich nicht verletzt sein.“

… über die aktuelle Lage beim KAC:

“Wir gehen jetzt durch eine schwere Zeit beim KAC – keine Frage – das ist fast schon traditionell um diese Jahreszeit. Viele Probleme sind hausgemacht, wir wissen wo wir ansetzen müssen. Die Qualität die sich innerhalb der Mannschaft befindet ist unbestritten. Wir haben sehr viele Gewinner in der Mannschaft, da kann man nicht von heute auf morgen alles verlernen, aber man muss eben einen Weg finden, um zu einem frühen Zeitpunkt in der Regular Season das letzte Quäntchen aus sich herauszuholen.“

… darüber, wie man im laufenden Spielbetrieb am fehlenden Selbstvertrauen arbeiten kann:

„Ich bin als Spieler auch durch Höhen und Tiefen gegangen und wenn es einmal nicht so läuft, dann muss man einfach einen oder zwei Schritte zurückgehen und sagen ok, ich schieße vielleicht als Torschütze keine Tore, aber es gibt auch andere Arten wie ich der Mannschaft helfen kann. Wie kann ich meinem Nebenspieler Vertrauen geben, wie kann ich ihm Energie geben damit er besser wird.“

… darüber, wann der Zeitpunkt kommt, zu dem man „nervös“ werden könnte, sollte das Team nicht in Form kommen:

„Eigentlich ist das relativ einfach: entweder man bleibt zusammen und vertraut in das, was man ausgemacht hat, oder man bricht auseinander. Man darf diese Geduld einfach nicht verlieren, man muss jeden Tag in die Arbeit kommen und versuchen sein Bestes zu geben. Und das ist etwas was jeder für sich selbst kontrollieren kann, Trainer wie Spieler.“

… über die nächsten Spiele und deren Bedeutung:

„Die Spiele die jetzt kommen sind sicher ganz wichtige Spiele, ganz egal wie die Tabellensituation aussieht, oder wie viele Punkte man rechnerisch braucht um in die Top 6 zu kommen. Auch wenn wir die Top 6 nicht schaffen sollten, dann geht die Welt auch nicht unter, dann müssen wir in der Relegation unsere Leistung bringen und haben eine Chance in die Playoffs zu kommen und dann ist immer alles möglich.“

… über das bevorstehende Open Air Game am Sonntag in Budapest:

„Man darf sich von dem ganzen Drumherum nicht ablenken lassen (…) Viele Spieler haben Probleme damit, wenn ihre gewohnten Vorbereitungen, oder die Abläufe am Spieltag bzw. am Trainingstag davor gestört sind (…) Aber das muss jeder Spieler mit sich selbst ausmachen. Von der Trainerseite her versucht man herauszufinden wie die Verhältnisse dort sind, so dass man nicht zu viele böse Überraschungen erlebt. Auf der anderen Seite muss man die Situation einfach nur genießen und es nehmen wie es kommt (…) Wenn es schneit, wenn es windig ist, wenn es eiskalt ist oder das Eis schmilzt: das sind alles Verhältnisse die der Gegner auch hat. Die Entscheidungen werden letztendlich immer von den Spielern am Eis getroffen.“ 

 

Alexander Egger (Kapitän HCB Südtirol)

… über die größten Unterschied zwischen der Erste Bank Eishockey Liga und der italienischen Liga:

„Der Spielrhythmus und die Intensität der Spiele sind wesentlich höher. Die Mannschaften haben sehr tiefe Kader und können teilweise mit vier Linien spielen und dadurch einen höheren Rhythmus gehen.“

… über den guten Start des HCB Südtirol in die EBEL:

„Wir haben sehr hart an uns gearbeitet. Wir hatten nicht viel Zeit um zusammen zu trainieren und mussten die neuen Systeme des Trainers schnell lernen, aber das ist uns gelungen. Der Verein hat auch eine gute Arbeit bei der Mannschaftszusammenstellung geleistet. Man hat viele gute Charaktertypen geholt und das hat alles etwas leichter gemacht. Aber es ist noch ein langer Weg. Wir sind sehr glücklich mit dem bisherigen Verlauf der Meisterschaft, aber brauchen uns glaube ich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.“

… über den Zuspruch der Fans nach dem Eintritt in die EBEL:

„Ich glaube wir haben den Zuschauerschnitt verdoppelt, was ein großer Erfolg ist. Die Stimmung im Stadion ist viel besser geworden und in der Stadt wird wieder mehr über Hockey geredet. Der Weg in die EBEL war der richtige in Bozen.

… über die Saisonziele:

„Die Playoffs sind immer noch das große Ziel. Mittlerweile stehen die Chancen vielleicht etwas besser den direkten Weg in die Playoffs zu nehmen und unter die ersten sechs zu kommen. Aber es ist sehr schwierig. Es sind sehr viele Mannschaften die dieses Ziel haben (…) Sollten wir nicht unter die ersten sechs kommen, dann muss man für die restlichen zwei Plätze kämpfen.“

… über die Stimmung im Team nach zuletzt vier Niederlagen in Folge:

„Wir waren schon darauf eingestellt, dass früher oder später einmal ein Hänger kommt. Jetzt ist er da. Das Team nimmt das eigentlich sehr gelassen. Es herrscht keine Panik. Es wird auch von der Vereinsseite und vom Trainier keine Panik gemacht.“

… darüber, was hat in den letzten Spielen gefehlt hat:

„Die Chancenauswertung war nicht so gut wie am Anfang, das hat uns sicher die Spiele erschwert (…) Sicher auch die Verletzungen und die Ausfälle die uns einen Dämpfer gegeben haben in den letzten Spielen. Aber gute Mannschaften finden da einen Weg durch.“

… über das heutige Spiel gegen Villach und die Topscorer John Hughes und Derek Ryan:

„Auf die beiden muss man sicherlich aufpassen. Aber Villach hat ein starkes Kollektiv. Wir müssen durch den Kampf versuchen die Punkte zu holen und dabei aufpassen dass wir nicht zu viel auf die Strafbank kommen, denn Villach hat das beste Powerplay der Liga.“

… über die Endphase im Grunddurchgang:

„Wir müssen unbedingt wieder Punkte sammeln damit wir den siebten Platz ein bisschen auf Distanz halten können. In den nächsten 30 Tagen haben wir 15 Spiele. Das wird an die Substanz gehen, aber das gilt natürlich für alle Mannschaften. Es werden alle um eine gute Ausgangssituation für die Qualifikationsrunde kämpfen.“

… darüber, warum er selbst nie den Schritt ins Ausland gewagt hat:

„Als italienischer Spieler ist es nicht leicht, dass ausländische Vereine dich sehen, oder nach dir suchen (…) Richtige Angebote sind eigentlich nie gekommen (…) Wir werden als Eishockey-Land immer ein wenig belächelt würde ich sagen – obwohl wir eine sehr gute Liga haben. Nach außen hin kommt natürlich nicht viel raus, da sich die Medien international nicht viel für Italien interessieren. Das ist schade, aber zum Glück haben wir jetzt den Einstieg in die EBEL gewagt und ich hoffe dass sich so Chancen für junge italienische Spieler auftun.“ 

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