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EBEL

KAC-Stürmer Patrick Harand fällt nach Foul aus

Patrick Harand. Foto: Wilhelm Valentin Patrick Harand. Foto: Wilhelm Valentin

Befürchtet wurde es bereits, jetzt ist es Gewissheit: Patrick Harand hat sich bei dem Knie-Check von Dornbirns Jonathan D’Aversa das Seitenband im rechten Knie stark eingerissen. “Es ist sehr ähnlich wie bei Jamie Lundmark”, erzählt Harand. “Natürlich ist es sehr bitter für mich, aber ich komme stärker zurück!” Der Stürmer wird dem Meister damit für acht Wochen fehlen und ist nach Jamie Lundmark, Tyler Spurgeon (Fingerbruch) und Stefan Geier (Gehirnerschütterung) der vierte Langzeit-Ausfall bei den Rotjacken.

Sperre gegen Jonathan D’Aversa

Aus dem Schiedsrichterbericht und dem zur Verfügung stehenden Videomaterial geht hervor, dass der Spieler mit der Rückennummer 6 vom Dornbirner Eishockey Club, Jonathan D’Aversa, im Spiel gegen den EC-KAC am Sonntag, dem 29. September 2013 bei 20:30 seinen Gegenspieler, Patrick Harand, in einer Art und Weise berührt hat, die vom Department of Player Safety als Check mit dem Knie (IIHF Regel 536) eingestuft wird.

Gemäß den EBEL Grundregeln V. §4 (2) und V. §5 (1) b) wurde das Videomaterial an das internationale Player Safety Committee (PSC) zur Begutachtung geschickt. Aus Sicht des PSC geht klar hervor, dass Jonathan D’Aversa gegen seinen Gegenspieler einen gefährlichen Check mit dem Knie ausgeführt hat, der vermied hätte werden können. Von den Spieloffiziellen wurde keine Strafe ausgesprochen. Grundsätzlich ist jeder Spieler in allen Situationen für die Geschehnisse am Eis, egal ob sie aufgrund von Rücksichtslosigkeit oder aus einem Zufall heraus entstehen, zur Verantwortung zu ziehen. In der betreffenden Szene ist zweifellos erkennbar, dass Jonathan D’Aversa von der Strafbank kommend direkt zu seiner Spielerbank zu einem fliegenden Wechsel fährt. Obwohl der Puck in dieser Situation nicht im Spiel ist, ist Jonathan D’Aversa trotzdem dafür verantwortlich wo und in welcher Richtung er fährt.

Nach Meinung des PSC ist der Zusammenstoß nicht nur einem Zufall geschuldet und D’Aversa sucht absichtlich den Kontakt mit dem Gegenspieler:
– Die Körperbewegung geht in Richtung des Gegenspielers
– Unmittelbar vor und während dem Kontakt stellt D’Aversa sein Bein/Knie in Richtung des Gegenspielers
– Er fährt in die Linie des KAC Spielers, der darauf nicht vorbereitet ist
– Er hat seinen Gegenspieler vor dem Aufprall im Blickwinkel

Jonathan D’Aversa muss in einer solchen Situation versuchen, seinem Gegenspieler am Eis auszuweichen anstatt in ihn hineinzufahren. Aus Sicht des PSC und gemäß des EBEL Strafenkatalogs, Ref. Nr. 120 – Check gegen das Knie, wird über Jonathan D’Aversa mit sofortiger Wirkung eine Sperre von zwei Pflichtspielen verhängt.

Schlüsselfaktoren:
– Direkter Kontakt mit dem Knie
– Ausstrecken des Körpers in Richtung des Gegenspielers
– Unvorbereiteter Gegenspieler

 

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