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EBEL

Linzer gastieren beim Rekordmeister

Foto: Linz/Eisenbauer, Jason Ulmer gegen Rene Swette Foto: Linz/Eisenbauer, Jason Ulmer gegen Rene Swette

Das vergangene Wochenende brachte – etwas untypisch – für die LIWEST Black Wings keine EBEL Partie, dafür geht es am Dienstag schon wieder gegen Meister KAC. Die Mannschaft von Rob Daum hat es selbst in der Hand, den Top 6 Platz gegenüber der Konkurrenz abzusichern. Weiterhin nicht mit dabei sein wird Patrick Spannring, der aber nach seiner Gehirnerschütterung schon wieder am Weg der Besserung ist und nächste Woche ins Training einsteigen will. Rob Hisey ist für morgen ebenfalls weiterhin fraglich.

Dieses Mal reisen die Linzer aber nach Klagenfurt und kämpfen darum, die Kärntner weiter auf Distanz zu halten. Der Sieg am Freitag gegen ebendiesen KAC ist schon wieder Vergangenheit, denn die Rotjacken haben schon wieder eine Partie hinter sich gebracht. Dabei gewannen die Rotjacken gegen Graz mit 2:0 und kamen wieder bis auf 3 Zähler an die LIWEST Black Wings heran.

Matthias Iberer, Linz vor Tormann Rene Swette, Foto: eisenbauer.com

Matthias Iberer, Linz vor Tormann Rene Swette, Foto: eisenbauer.com

Der  Trip an den Wörthersee ist daher wieder besonders wichtig, denn es geht darum, den Titelverteidiger wenn möglich nicht näher kommen zu lassen. „Solche Spiele sind besonders wichtig“, nickt auf Trainer Rob Daum. „Klagenfurt ist knapp hinter uns und wir wollen sie auch hinter uns halten.“ Die Erinnerungen an die Eishalle in der Kärntner Eishalle sind alles andere als rosig. Das einzige bisherige Match in dieser Saison in Klagenfurt ging mit 1:5 verloren, der letzte Sieg am Wörthersee liegt schon lange Zeit zurück. Am 29. März 2012 gewannen die Stahlstädter, danach gab es beim KAC sieben Niederlagen in Folge!

Daniel Oberkofler, Linz und Thomas Koch, KAC, EHC Liwest Black Wings Linz vs EC KAC. Foto: Eisenbauer.com

Daniel Oberkofler, Linz und Thomas Koch, KAC, EHC Liwest Black Wings Linz vs EC KAC. Foto: Eisenbauer.com

Es gilt auch am Dienstag, wie bei praktisch jedem Auswärtsauftritt, von Beginn weg die volle Leistung abzurufen und hellwach aus dem Mannschaftsbus zu steigen. Gerade die Anfangsphase zu überstehen ist beim Rekordmeister besonders wichtig, um in die Nähe eines Punktegewinns zu kommen. So war das auch am vergangenen Freitag, als die Linzer allerdings diese Marschroute nicht ganz eingehalten haben. „Wir haben sicher von Beginn weg nicht unser bestes Spiel gezeigt“, gibt Kapitän Philipp Lukas zu. „Mit Fortdauer der Partie und nach dem Ausgleich sind wir aber besser ins Spiel gekommen und in der zweiten Hälfte des Spiels waren wir dann das bessere Team. Wichtig ist, dass wir zwei Punkte geholt haben.“ Damit bringt der Stürmer, der am Freitag zum zweiten Mal Vater geworden ist, die Zielvorgaben für die nächsten Wochen auf den Punkt.

Gregor Baumgartner, Linz und Martin Schumnig, Foto: eisenbauer.com

Gregor Baumgartner, Linz und Martin Schumnig, Foto: eisenbauer.com

Als Tabellensechster sind die LIWEST Black Wings derzeit das erste gejagte Team unter den Top 6, die gleichzeitig nach dem Ende des ersten Grunddurchgangs fix in den Play Offs stehen. Und der KAC ist der erste Jäger, belegt nach dem gestrigen Sieg über Graz den siebten Platz. Dementsprechend ist das morgige dritte Saisonduell ein sogenanntes „Vierpunktespiel“ für beide Mannschaften. Der November ist in der Erste Bank Eishockey Liga Geschichte und für die Oberösterreicher war er wenig erfreulich. Von 9 Partien wurden nur 4 gewonnen, bei den 5 Niederlagen gab es keinen Punkt, der aufs Konto geschaufelt wurde. Der Dezember ist traditionell ein ganz wichtiger Eishockeymonat, denn der Grunddurchgang geht schon in Richtung Endphase. Insgesamt stehen im Dezember innerhalb von 28 Tagen nicht weniger als 11 EBEL Spiele für die LIWEST Black Wings am Programm. Wie wichtig dabei die noch verbleibenden Wochen bis zum Jahreswechsel sind, zeigt ein Blick aufs Spielprogramm: in 11 Partien geht es neun Mal gegen Kontrahenten, die derzeit in der Tabelle hinter den Linzern liegen!

Oft haben die Rotjacken in den vergangenen Runden starke Spiele gezeigt und sind am Ende doch ohne Punkte dagestanden. Am Sonntag gegen Graz zeigte sich den Fans in der Stadthalle ein umgekehrtes Bild. Der Meister machte nicht gerade eines seiner besten Spiele, fuhr aber die so wichtigen zwei Zähler ein. Der nächste Erfolg ist bereits für morgen eingeplant, wenn die Linzer Black Wings anrücken. Mit einem Sieg könnte der KAC wieder bis auf einen Punkt an die Top Sechs heranrücken.
“Für schönes Spiel bekommt man keinen Preis. Wir brauchen Punkte und Siege und dazu müssen wir einfach und hart agieren”, erklärt Kapitän Tommy Koch. So war auch der Auftritt der Klagenfurter gestern gegen die 99ers. “Es war ein enges, hart umkämpftes Duell. Wir haben Geduld bewiesen und uns den Sieg verdient”, so Koch.

Coach Christer Olsson sprach von einem nervösen Beginn seiner Mannschaft. “Dann haben wir aber trotzdem den Weg zum Sieg gefunden, auch weil die Mannschaft immer dran geblieben ist und an sich geglaubt hat”, freut sich der Schwede.
Morgen gegen die Linzer will man eine Rechnung begleichen, denn vor vier Tagen musste man sich in Oberösterreich mit 1:4 geschlagen geben. “Es ist Zeit für die Revanche”, versichert Olsson. Doch wie knackt man die kompakten Black Wings? “Sie lassen nur wenig zu. Das Wichtigste wird sein, dass wir diesmal über 60 Minuten konstant agieren und unsere Chancen nutzen. Es darf nicht sein, dass wir 15 Minuten von einem Drittel gut spielen und uns dann in den anderen fünf Minuten um den Lohn der Arbeit bringen”, meint Koch.
Wie das Line up des KAC morgen aussehen wird, ist noch nicht klar, denn nach dem Match gegen die Grazer gibt es einige angeschlagene Cracks. Rene Swette, der seine starke
Leistung gegen Graz mit einem “shutout” krönte, bleibt zwischen den Pfosten.

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