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EBEL

Linzer Heimserie ist zu Ende

Fabian Scholz, Curtis Murphy und Robert Lukas, Linz gegen Markus Gander, Bozen, EHC Liwest Black Wings Linz vs HCB Suedtirol. EHC Liwest Black Wings Linz/Eisenbauer

Im zehnten Heimspiel mussten sich die LIWEST Black Wings erstmals ohne Punktgewinn vom Eis in der Keine Sorgen EisArena verabschieden. Die Linzer verschliefen den Start gegen Bozen und liefen dem Rückstand gegen effiziente Italiener lange nach. Am Ende hieß es in einem absoluten Top Spiel 3:5 aus Sicht der Oberösterreicher, die bereits am Sonntag wieder ran müssen. Dann geht es in Graz gegen die 99ers.

Echten Grund zur Freude gab es bereits vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten. Mit Matthias Iberer und Robert Lukas kehrten zwei zuletzt verletzte Spieler ins Line-Up zurück und Trainer Rob Daum konnte erstmals seit Wochen die nominell beste zur Verfügung stehende Mannschaft aufs Eis schicken. Die brauchte offenbar noch einige Zeit, um sich zu finden und erwischte dadurch einen Fehlstart nach Maß. Mit ihrem ersten Angriff gingen die Gäste nach nur 19 Sekunden in Führung und erhöhten in der 8. Minute dann auch noch im ersten Power Play scheinbar mühelos auf 2:0. Erst nach und nach konnte die Mannschaft von Rob Daum ihre Nervosität abschütteln und kam mit Fortdauer des Drittels immer besser ins Spiel. Pat Leahy war es, der mit einem abgefälschten Weitschuss und dem daraus resultierenden 1:2 die Hoffnungen wieder aufflackern ließ. Was dann folgte, war mitreißendes Offensiveishockey, bei dem die Linzer aber zu viele Chancen liegen ließen. Hisey, Leahy und Lebler vergaben gute Möglichkeiten, in der 11. Minute war das Spielgerät schon am besten Weg zum Ausgleich ins Tor, aber mit einem Fußreflex rettete der Torhüter der Italiener im letzten Augenblick auf der Linie. Deutlich cooler waren da schon die Füchse aus Bozen vor dem Tor, denn sie erhöhten in der 17. Minute, wieder im Power Play, auf 3:1 und wirkten sehr abgebrüht. Aber die LIWEST Black Wings kämpften zuürck, bäumten sich auf und kamen zum Anschlusstreffer. 61 Sekunden vor dem Ende des erste Drittels stand Pat Leahy goldrichtig und staubte am langen Eck zum 2:3 ab.

Ein wichtiges Tor, das für den zweiten Abschnitt noch alles offen ließ. Und die Linzer blieben auch in diesem Mitteldrittel am Drücker, versuchten Tempo zu machen und Chancen zu kreieren. Allerdings war da auch ein Gast aus Bozen am Eis, der mit sehr gutem Goalie und einer guten Defensivleistung zwar optisch unterlegen war, aber gleichzeitig nicht viele Chancen aufs Tor zuließ. So dauerte es bis zur 32. Minute, ehe ein Drehschuss von der blauen Linie die erste echte Gefahr vor dem italienischen Tor kreierte. Die Scheibe ging aber ebenso wenig rein, wie bei der größten Möglichkeit in diesem Abschnitt. Gregor Baumgartner war in der 35. Minute auf und davon und lief fast wie im Penalty Schießen Richtung Ausgleich. Er fiel aber nicht, denn Baumgartner konnte nicht verwerten und so blieb es nach dem zweiten Drittel beim weiterhin extrem spannenden 2:3 Rückstand. Daran sollte sich auch im letzten Drittel nichts ändern, denn in einer weiterhin höchst attraktiven EBEL Partie agierten beide Teams auf Augenhöhe.

Bozen konterte, die Linzer rackerten sich gegen eine harte Defensive im Angriffsdrittel ab. Jason Ulmer hätte in der 49. Minute beinahe den Ausgleich erzielt, fälschte aber um Millimeter am Tor vorbei ab. Es wurden weiterhin zu viele Chancen ausgelassen, während Bozen das viel effizienter machte. In der 56. Minute nützten die Gäste einen ihrer wenigen Gegenstöße und kamen zum 4:2. Aber die Black Wings gaben noch nicht auf und kamen in Unterzahl noch einmal zum Anschlusstreffer. Curtis Murphy ließ seine Farben hoffen, aber der HCB erwies sich als abgebrühter Gegner.

Im Power Play erzielten die Italiener 23 Sekunden vor dem Ende das 5:3 und damit die Entscheidung. Die schöne Heimserie der LIWEST Black Wings ging damit nach 9 Partien mit Punktezuwachs zu Ende.

Erstmals in dieser Saison gingen die Linzer als Verlierer nach 60 Minuten vom Eis. Nachdenken kann man darüber aber nicht lange, denn am Sonntag wartet das letzte Match vor der Nationalteampause. Dieses führt die Stahlstädter zu den Graz 99ers.

Erste Bank Eishockey Liga, 32. Spieltag

Freitag:

Vienna – Znojmo 4:3 n.V.

(0:0 2:3 1:0 – 1:0)

Wien, 4.850 Zuschauer, SR Berneker/Trilar

Tore: Veideman (22./PP), Ouellette (34.), Ferland (47./PP), Klimbacher (65.) bzw. Fiala (25.), Kolarz (26.), Lattner (33./PP)

Strafminuten: 8 bzw. 8

Linz – Bozen 3:5

(2:3 0:0 1:2)

Linz, 4.000 Zuschauer, SR Kincses/Nikolic

Tore: Leahy (9., 19./PP), Murphy (59./SH) bzw. Esposito (1., 17./PP), Sharp (8./PP), Insam (56.), Pance (60./PP)

Strafminuten: 14 bzw. 12

Salzburg – VSV 9:1

(3:0 4:0 -2:1)

Salzburg, 3.015 Zuschauer, SR Gebei/Veit

Tore: Raffl (5., 14./PP, 23., 39.), Brophey (6.), Boivin (23.), Meckler (31.), Komarek (53.), Motzko (55.) bzw. Hughes (41./PP)

Strafminuten: 20 bzw. 10

Dornbirn – Innsbruck 6:2

(5:0 1:0 0:2)

Dornbirn, SR Graber/Warschaw

Tore: Aquino (2., 14.), D’Aversa (3., 18.), Mink (9.), Feichtner (36.) bzw. T. Donati (47., 60./PP)

Strafminuten: 12 bzw. 6

Graz – Ljubljana 2:1

(1:1 0:0 1:0)

Graz, SR Kellner/Smetana

Tore: Kinasewich (4., 46./PP) bzw. Ulmer (10.)

Strafminuten: 10 bzw. 6

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