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EBEL

Ljubljana und VSV schreiben beim Icefest 2014 in Sarajevo Geschichte

Villacher Adler

Am Donnerstag machten sich die Teams von HDD Telemach Olimpija Ljubljana und des EC VSV auf den Weg nach Bosnien und Herzegowina, um am nächsten Tag in Sarajevo Eishockey-Geschichte zu schreiben. Zum ersten Mal in der Erste Bank Eishockey Liga findet ein Spiel nämlich außerhalb der Liga-Landkarte statt. Dieser nächste Beweis für die Internationalität ist mit einem Hauch an Nostalgie versehen, so wird diese Begegnung, wie auch jene am Sonntag gegen den EC-KAC, im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Olympischen Winterspiele in Sarajevo ausgetragen.

Sportlich lief es für beide Seiten zuletzt nicht ganz nach Wunsch, auch wenn Olimpija die Niederlagenserie am Samstag in Innsbruck beendete. Der letzte Erfolg der Villacher datiert vom Neujahrstag, als ausgerechnet mit einem Heimsieg über Ljubljana die Playoffs fixiert wurden. Angesprochen auf dieses außergewöhnliche Duell, fällt Headcoach Hannu Järvenpää sofort eine Geschichte aus seiner Zeit als Spieler ein: „Vor 30 Jahren schaffte ich den letzten ‚Cut‘ in den finnischen Olympiakader nicht. Nun habe ich die wunderschöne Möglichkeit, doch noch nach Sarajevo zu kommen“.

Sieg als Werbung in eigener Sache

Sein Trainerkollege Ivo Jan verfolgte die damaligen Spiele als Jugendlicher vor dem Fernseher, freut sich auch auf seinen ersten Besuch des Landes: “Irgendwo zu spielen, wo man noch nie war ist immer etwas Spezielles. Es ist auf jeden Fall eine andere Erfahrung“. In der Olympiahalle Zetra, die ursprünglich für die Olympischen Winterspiele errichtet und im Bosnienkrieg fast vollständig zerstört wurde, suchen die Drachen den Feinschliff für die bevorstehende Zwischenrunde. „Uns erwarten sicher harte Spiele in Sarajevo, denn es gibt einfach diese gesunde Rivalität zwischen uns und den Kärntner Mannschaften. Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis in die Pre-Playoff-Runde starten“, so Jan, der das Team unter der Saison als Headcoach übernahm und dem Schlusslicht neues Leben einhauchte. „So wie diese Spielzeit bislang verlief, erwartet niemand etwas von uns. Meine Spieler werden alles geben und wir haben gezeigt, dass wir jedes Team schlagen können. Auf der anderen Seite können wir aber auch gegen jeden verlieren“. Neben Nick Ross (gesperrt) und Judd Blackwater (verletzt), wird diesmal auch Igor Cvetek fehlen.

In den bisherigen drei Saisonduellen setzte sich immer der VSV durch, die ersten beiden Spiele endeten sogar in Kantersiegen. Zwar können die Blau-Weißen keine Bonuspunkte mehr für die Pick-Runde ergattern, dennoch ist die Motivation ungebrochen. „Wir alle freuen uns auf diese Partie und werden bereit sein, Olimpija zeigte in letzter Zeit sehr gute Leistungen. Wir werden am Vormittag auf das Eis gehen, mit Spielbeginn fokussiert sein und dann viel Spaß auf der langen Heimreise haben“, lächelt Järvenpää, der mit seinem Team schon am Sonntag wieder in Wien gefordert ist.

Vor fast genau einem Jahr standen sich beide Teams schon einmal vor einer außergewöhnlichen Kulisse gegenüber. Damals wurde im Fußballstadion Bezigrad in Ljubljana unter freiem Himmel um Punkte gekämpft, vor 8.000 Zusehern setzte sich Olimpija in der Verlängerung durch. Auch die Veranstalter der kommenden zwei Partien, der Eishockeyverband von Bosnien und Herzegowina und Olimpija Ljubljana, rechnen jeweils mit einem ausverkauften Haus. Bis zu 8.000 Eishockeybegeisterte werden die Spiele live im Stadion verfolgen können. Überhaupt finden an diesem Wochenende zahlreiche Veranstaltungen in der Arena statt. Neben einem Kinder-Eishockeyturnier, einer Eisdisco und einem Altstars-Match wird auch das Nationalteam von Bosnien-Herzegowina ein Spiel bestreiten.

Giuseppe Mions Rückkehr nach Sarajevo

„Sarajevo war damals bereits eine tolle und lebendige Stadt, es war für mich ein unvergessliches Erlebnis bei Olympia und ich freue mich schon sehr auf das Wiedersehen“, ist VSV-Obmann Giuseppe Mion, der Österreich bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo repräsentierte, schon gespannt auf das nächste Saisonhighlight. Hören Sie das ganze Interview unter: https://soundcloud.com/erstebankliga

Freitag, 10. Januar 2014 (19:15 Uhr)
HDD Telemach Olimpija Ljubljana – EC VSV
Schiedsrichter: DREMELJ, NIKOLIC, Nothegger, Rakovic

Bisherige Saisonduelle:
29.09.2013: EC VSV – HDD Telemach Olimpija Ljubljana 8:0 (4:0, 1:0, 3:0)
20.10.2013: HDD Telemach Olimpija Ljubljana – EC VSV 1:7 (1:5, 0:1, 0:1)
01.01.2014: EC VSV – HDD Telemach Olimpija Ljubljana 3:2 (1:1, 0:1, 2:0)

Quelle: EBEL – Administrator: Rudolf Beranek

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