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EBEL

Stefan Geiers harter Weg zum Comeback

Einen Monat ist es her, dass KAC-Stürmer Stefan Geier vom Grazer Guillaume Lefebvre mit einem Check gegen den Kopf niedergestreckt wurde. Endlich konnte “Stef” wieder Eiskontakt aufnehmen. Im Interview spricht der 25-Jährige noch einmal über den Vorfall vom 22. September und den steinigen Weg zurück in den Liga-Alltag.

Wie war dein erster Eiskontakt nach so langer Zeit?

Stefan Geier: Es hat sich schon gut angefühlt. Eigentlich lief es besser als erwartet, erst zum Schluss habe ich ein wenig Kopfschmerzen verspürt. Aber alles in allem war es gut!

Wie sieht nun der weitere Plan für die kommenden Tage, Wochen aus?

EC-KAC gegen Graz99ers. Foto: Wilhelm Valentin

EC-KAC gegen Graz99ers. Foto: Wilhelm Valentin

Geier: Ich will es weiter mit leichtem Eistraining versuchen, mich weiter herantasten. Natürlich muss ich mich immer mit den Ärzten austauschen, denn ich will es nicht übertreiben.

Was vom 22. September 2013 ist in deinem Gedächtnis hängengeblieben?

Geier: Nicht viel. Ich kann mich noch an das Warm up erinnern und an das Aufwachen danach im Krankenhaus. Dazwischen ist alles weg. Von dem Check weiß ich nur vom Video und den Erzählungen.

Du hast dir die Aktion mittlerweile ein paar Mal angesehen. Deine Meinung dazu?

Geier: Ich habe das Video zweimal gesehen. Es war ein total unnötiger Check. Natürlich kann er auf den Körperkontakt gehen, dann muss er es aber anders tun. Jetzt ist es passiert, man kann nichts mehr daran ändern.

Hat sich Lefebvre für die Aktion entschuldigt?

Geier: Bis jetzt nicht, aber vielleicht holt er es beim nächsten Spiel nach.

EC-KAC gegen Graz99ers. Foto: Wilhelm Valentin

EC-KAC gegen Graz99ers. Foto: Wilhelm Valentin

Der Grazer Legionär griff  in Innsbruck nach acht Spielen Sperre wieder ins Liga-Geschehen ein, dein Comeback hingegen steht in den Sternen. Wie fühlt man sich dabei?

Geier: Es ist bitter! Er konnte sich in der Zwischenzeit fit halten, trainieren und jetzt wieder spielen. Ich habe den Trainingsrückstand und noch viel Arbeit vor mir. Damit bin ich eigentlich länger “gesperrt” als Lefebvre. Es ist überhaupt so eine Sache mit den Sperren. Vielleicht wird sich irgendwann etwas ändern. Vielleicht wird dann der Spieler, der die Aktion ausführt, gleich lange gesperrt, wie der Verletzte benötigt, um zurück zu kommen. Man könnte den Schnitt der Verletzungsdauer heranziehen.

Wie hast du den letzten Monat verbracht?

Geier: Während der ersten Zeit war ich bei meinen Eltern in der Steiermark. Es war hart, ich konnte die ersten zwei Wochen gar nichts machen, bin nur herumgelegen und habe geschlafen. Vielleicht eine Stunde Fern sehen war möglich, dann hat der Kopf gebrummt. Vor einer Woche war ich dann das erste Mal am Rad und habe mit leichtem Training angefangen. Der 5:1-Heimsieg zuletzt gegen Innsbruck, war das erste Match nach der Verletzung, das ich mir bis zum Ende ansehen konnte.

Wann kann man dich wieder auf dem Eis bewundern?

EC-KAC gegen Graz99ers. Foto: Wilhelm Valentin

EC-KAC gegen Graz99ers. Foto: Wilhelm Valentin

Geier: Das ist leider nicht abschätzbar. Wie gesagt, im Moment geht es mir ganz gut und ich will einen Schritt nach dem anderen machen. Doch ich habe auch ein Leben nach dem Sport und deshalb will ich nichts überstürzen.

Das Interview führte Paul Eggenberger

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